"Deutlich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen"

Medizin Von Extern | am Fr., 25.09.2020 - 08:02

HAMBURG/CELLE. Bereits den fünften Monat in Folge sind bei der IKK classic auch im August weniger Krankmeldungen eingegangen, als im gleichen Monat des Vorjahres. Das zeige die fortlaufende Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 1,5 Millionen bei ihr Versicherten, teilt die bundesweite Handwerker-Krankenkasse mit. „Diese Entwicklung beobachten wir auch im Norden Deutschlands“, berichtet IKK classic-Landesgeschäftsführer  Andreas Schönhalz. „In diesem Jahr sind von April bis einschließlich Augst insgesamt fast ein Fünftel weniger Krankschreibungen (- 19,4 Prozent) in der Landesdirektion Niedersachsen und Hamburg eingegangen, als in den gleichen Monaten im vergangenen Jahr.“

Die Entwicklung führt die IKK classic unter anderem auf einen deutlichen Rückgang bei den Atemwegserkrankungen zurück. So reichten von Januar bis August 2020 bundesweit 239.670 Versicherte der IKK classic eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit entsprechenden Diagnosen ein, im Vorjahreszeitraum waren es 271.530 – das entspricht einem Rückgang von 11,7 Prozent. Die Landesdirektion Niedersachsen und Hamburg verzeichnete sogar einen Rückgang von 14,5 Prozent. Zu den Erkrankungen der Atemwege gehören beispielsweise typische Erkältungskrankheiten, wie Entzündungen in den Nasennebenhöhlen, der Gaumenmandeln oder am Rachen und Bronchitis, aber auch die saisonale Grippe.

Besonders deutlich sei die Tendenz bei der IKK classic in Niedersachsen und Hamburg im Mai mit 60,7 Prozent weniger Atemwegs-Arbeitsunfähigkeiten und im Juni mit 49,9 Prozent weniger gewesen. Auch im Juli (- 33,5 Prozent) und August (- 32,7 Prozent) sei die Anzahl der Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen viel niedriger als im Vorjahr. Ein Plus gab es dagegen im März: 26,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

„Diese Zahlen zeigen zum einen, dass die Arbeitnehmer von der Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung von Mitte März bis Ende Mai sehr verantwortungsvoll Gebrauch gemacht haben“, sagt Andreas Schönhalz. „Zum anderen lassen sie vermuten, dass die seit Ende April gültigen AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) sowie Homeoffice und Videokonferenzen zu einem allgemein verminderten Infektionsgeschehen beitragen“.