"Wer misst, misst Mist"- Fitnesstracker im Test

Sport Von Redaktion | am Mo., 29.06.2020 - 19:44

Von 25 geprüften Fitnesstrackern würden nur zwei Smartwatches stimmige Werte liefern. Vor allem die getesteten Fitnessarmbänder würden Puls, Kalorienverbrauch und zurückgelegte Strecke sehr ungenau messen. Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich seien keine Seltenheit, teilweise lägen sie auch über 50 Prozent. Das sagt "Stiftung Warentest".

Beim Laufen etwa zeigte das Xiaomi-Fitnessarmband im Mittel aller Probanden einen um 18 Prozent zu geringen Puls an. Im Extrem nannte das Armband für eine Testjoggerin einen Wert von 104 – statt 181. Bei der Streckenmessung zeigten viele geprüfte Armbänder beim Radfahren keine Strecke an. Selbst beim Gehen wichen sie ab, um bis zu fast 40 Prozent. Bei den verbrannten Kalorien lag Garmin beim Gehen fast 75 Prozent daneben.

Die Tester raten, die Armbänder mit dem Smartphone zu koppeln. Dann können sie auf die Satellitenortung der Telefone zugreifen. Wer immer genaue Messwerte bekommen möchte, sollte nach Meinung der Tester aber gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches greifen. Sie kommen von Apple und Garmin und kosten rund 500 bzw. 330 Euro. Es gebe jedoch auch Smartwatches, die insgesamt nur ausreichend abschneiden.

In punkto Stabilität seien alle Geräte im Test sehr gut oder gut, beim Schutz der Nutzerdaten alle nur befriedigend oder ausreichend. Der vollständige Test finde sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test  oder sei online unter www.test.de/wearables abrufbar.