CELLE. Seine Bilder sind Gewebe aus Irrsinn und Idylle, Menschen und Monstren, Traum und Geschichte. Die neue Ausstellung „Frank Schult. Welt“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon lädt zu einer künstlerischen Wanderung zwischen Wirklichkeit und Fantastischem. Zu sehen ist eine markante Auswahl großformatiger Werke eines Malers, der seit 28 Jahren in Celle lebt und arbeitet. Von hier aus schickt Frank Schult (*1948 in Thüringen) seine Schöpferkraft in die Welt und holt im Gegenzug die Welt in seine Bilder.

Sein Kunst-Studium in Leipzig prägen die kulturpolitischen Spannungen in der DDR. In den 80er Jahren befreit er sich von seinen Lehrern Bernhard Heisig und Willi Sitte, stößt sich ab und entwickelt auch künstlerisch eine eigene, eigenwillige Handschrift. Kurz vor dem Mauerfall gelingt ihm die Ausreise. In der BRD findet er Zuflucht und neue künstlerische Freiräume. Seitdem sind seine Werke in Ausstellungen deutschlandweit vertreten. Für internationale Theaterproduktionen schafft er Bühnenbilder. 1990 entdeckt Frank Schult Celle als neuen Ausgangspunkt für sein Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer.

Ein wichtiger Arbeitsort ist außerdem Hamburg, wo er Unterstützung durch seinen Galeristen Rainer Herold findet und über
mehrere Jahre ein zweites Atelier hat. Mit der besonderen Neugier des „Zugereisten“ wird er Beobachter und Mitgestalter des Kunstlebens in Celle. Seine künstlerischen Visionen allerdings entstehen unabhängig von Ort und Zeit. Gleich einem Weltenerfinder schafft Frank Schult komplexe erzählerische Gebilde aus Vertrautem und Absurdem, Innenleben und Außensicht.

Die Eröffnung findet statt am Sonntag, 10. Juni 2018, um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Celle. Laufzeit der Ausstellung ist bis zum 2. September 2018. Weitere Informationen und Hinweise zum Begleitprogramm unter www.kunst.celle.de

Kunstmuseum Celle
mit Sammlung Robert Simon
Schlossplatz 7
29221 Celle
Tel. (05141) 12 45 21

Di – So 11–17 Uhr (im Museum | Sammlung, Sonderausstellungen)
Täglich 17–11 Uhr (von außen | Internationale Lichtkunst)

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