Werkfeuerwehr: Rheinmetall entwickelt eigenes Großtanklöschfahrzeug

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Fr., 27.08.2021 - 12:21

UNTERLÜSS. Die Unterlüßer Werksfeuerwehr hat den von der Rheinmetall Waffe Munition eigens konstruierten und aufgebauten Prototypen in Dienst gestellt. Dieses außergewöhnliche und einzigartige Fahrzeug biete durch seine spezielle Konzeption maximale Insassensicherheit, 
ist auch Gemeindebrandmeister Henning Sander überzeugt. 

Das Fahrzeug basiere auf einem Fahrgestell der MAN-Familie SX 45-32-440 mit Kabinenschutz, hat eine Leistung von 440 PS und ein zulässiges Gesamtgewicht von 58.000 kg.

Das Fahrzeug mit einer Besatzung von zwei Einsatzkräften biete volle Geländegängigkeit, verfüge über einen Löschwassertank von 10.000 Litern, funkferngesteuerte Pumpentechnik, einer portablen Feuerlöschkreiselpumpe, Sprechfunk und einen Frontwerfer mit 50 m Wurfweite sowie eine Selbstschutzanlage. Lackiert wurde es in einer eigens entwickelten Tarnlackierung.

"Dieses Fahrzeug bietet den Einsatzkräften bei gefährlichen Löscheinsätzen zusätzlichen ballistischen Schutz und muss bei einer unbekannten Gefährdung nicht mehr verlassen werden. Genau solche Brandeinsätze mit unbekanntem Gefährdungspotenzial werden der Einsatzschwerpunkt dieses neu entwickelten Fahrzeug sein", weiß der Leiter der Werkfeuerwehr Rheinmetall Thomas Schlicht. 

Des Weiteren könne der neue Prototyp auch, auf Anforderung des Gemeindebrandmeister, in der Gemeinde Südheide zum Einsatz kommen. Hier insbesondere im ca. 5 km entfernten Waldgebiet an der Bahnstrecke Richtung Eschede. Die Böden des ehemaligen Marinesperrzeugamtes seie hier durch den zweiten Weltkrieg stark munitionsbelastet und bergen ein Gefahrenpotenzial für die Einsatzkräfte.  

Die Werkfeuerwehr Rheinmetall hat zurzeit 47 Mitglieder, unter ihnen fünf hauptberufliche. Die Gliederung und Ausrüstung sei vergleichbar mit der einer freiwilligen Schwerpunktfeuerwehr. Die Kräfte der Werkfeuerwehr werden im Jahr zu rund 350 Einsätzen jeglicher Art alarmiert. Hinzu kommen noch ca. 100 Brandwachen und rund 20 Rettungsdiensteinsätze. Hierzu stehen den Kräften zurzeit sechs Fahrzeuge zur Verfügung. Hinzu kommen noch eine Anhängeleiter und ein Wasserwerfer- Anhänger.

Infos/Fotos: Daniel Schulz