CELLE. Am Sonntag, dem 12. Februar, um 11.30 Uhr, führt Karl Thun durch das Bomann-Museum zur Geschichte der Seidenproduktion in Celle. Mit vier Betten und einer ungewöhnlichen Idee legt Emilie von Schlepegrell (1807–1860) 1850 den Grundstein für die erste medizinische Kindereinrichtung im Königreich Hannover. Zur Finanzierung dieses Krankenhauses lässt sie Seidenraupen im Celler Wildgarten züchten und verkauft die wertvollen Kokons an die Seidenproduktion. Knapp 80 Jahre später wird die Celler Spinnhütte gegründet, die während der NS-Zeit als staatlicher Rüstungsbetrieb hauptsächlich Fallschirmseide produziert, nach dem Krieg Seidenschreibbänder und modische Textilien.

Neben der Historie des Seidenbaus werden auch dessen biologische Aspekte beleuchtet. Die Führung ist kostenlos, es wird nur der Museumseintritt erhoben.

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