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Politik

Wie sozial sind Winsens Bürgermeisterkandidaten? SoVD lud zur Podiumsdiskussion

02.10.2018 - 07:17 Uhr     Jan-Patrick Biedermann    0


WINSEN. Am 21.10. steht in Winsen die Bürgermeisterwahl an. Mit Florian Hemme von der CDU und dem amtierenden Dirk Oelmann, SPD, haben die Winser zwei Personen, zwischen denen sie wählen können. Oelmann selbst tratt vor mehr als sieben Jahren noch gegen sechs Kandidaten an. Um sich ein Bild zu machen, lud der Sozialverband Deutschland der Gemeinde Winsen zu einer Talkrunde zu sozialen Fragen, denen sich die Kandidaten stellten- gemeinsam mit Erich Gottschalk, erster Vorsitzender des SoVDs Winsen und Bernd Skoda, zweiter Kreisvorsitzender und Fachberater für barrierefreies Bauen im SoVD Niedersachsen – moderiert von CELLEHEUTE-Herausgeber Peter Fehlhaber. Mit mehr als 80 Gästen war die Aula der Grundschule gut gefüllt.



Schnell wurde deutlich: zumindest in vielen der sozialen Themen sind sich die Kontrahenten einig. Der 33-jährige Pastor Hemme ist sich sicher: „Demokratie lebt vom Mitmachen“ und stellt sich deswegen gegen Oelmann auf. Dieser habe noch nicht genügend Zeit gehabt, alle seine Pläne umzusetzen. Unter dem Motto „Barrierefreiheit“ diskutierten die Kontrahenten die Situation des öffentlichen Personennahverkehrs in Winsen. Laut Skoda müsse laut Nahverkehrsgesetz der ÖPNV bis 2022 vollständig barrierefrei sein. „Einen Haltestellenplan für die nächsten fünf Jahre existiert bereits. Die Umsetzung der Barrierefreiheit bis 2022 ist gewährleistet“, versichert Oelmann. Die Barrierefreiheit müsse immer bei Sarnierungsarbeiten in den Blick genommen werden. Hemme sieht hier Handlungsbedarf: „Das Problem ist die Busverbindung nach Celle. Wir müssen mehr Druck auf den Landkreis ausüben“ und auch der Zuhörer Peter Schauder ist der Meinung: „Im Linienverkehr sind wir abgehängt“.

Während sich die Kandidaten in der Frage um ein Winsener Gymnasium einig sind, gehen die Meinungen um sozialen Wohnraum auseinander. „Winsen ist eine Zuzugsgemeinde, was bedeutet, dass wir den Bedarf schon jetzt nicht decken können. Die Gebiete auch noch günstiger zu verkaufen, macht keinen Sinn“, so Oelmann. Dagegen möchte der CDU-Kandidat den Wohnraum als ein Steuerungselement für die Gemeinde einsetzen: „Wir sollten unsere Wohngebiete selbst vermarkten, um sozial schwachen Familien oder benötigten Berufsgruppen wie Ärzten oder Lehrern Winsen attraktiv zu machen“.

Fotos: Peter Müller

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