CELLE. Am Sonntag den 03. Juni wird mit einem besonderen Veranstaltungsprogramm das neue Silberkabinett des Residenzmuseums wieder eröffnet.

Im Umkreis der Celler Welfenresidenz siedelten sich einst zahlreiche Gold- und Silberschmiede an. Sie arbeiteten für den Hof, die Kirche und für wohlhabende private Auftraggeber im Adel und Bürgertum. Nach dem wirtschaftlichen Einschnitt durch das Ende der Residenz 1705 produzierten sie weiter in hoher Qualität für den hiesigen Adel und den Hof in Hannover.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sammelt das Bomann-Museum Celler Silber, um das herausragende Niveau der hiesigen Silberschmiedearbeiten zu dokumentieren. Vermehrt wurde diese Sammlung durch private Schenkungen, insbesondere von dem Ehepaar Lieselotte und Ernest Tansey. Daraus entstand eine hochkarätige Sammlung, unter denen der silberne Tafelaufsatz von Georg Carl Brenner aus dem 18. Jahrhundert ein besonderes Glanzlicht darstellt. Das größte Stück der Sammlung bildete einst den Mittelpunkt festlicher Tafeln.

Mit maßgeblicher Förderung durch die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank Celle – Niederlassung der Hannoverschen Volksbank konnte im Laufe des Jahres das Silberkabinett im Celler Schloss neu eingerichtet werden. „Wir haben ein ganz neues Beleuchtungssystem installieren können, das eine gewisse „Schatzkammer- Atmosphäre“ ermöglicht, dazu sind alle Vitrinen innen mit neuen Stoffen bezogen und umgestaltet worden. Vor allem aber haben wir bisher nicht gezeigte Schätze aus dem Depot geholt und präsentieren Neuwerbungen“, so Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten. Gemeinsam mit Stella Kohlstedt, Volontärin am Residenzmuseum, sowie Restauratorin Nicole Bogdahn, ist sie für das Projekt verantwortlich. Dazu Bernd Müntz, Mitglied des Vorstands der Hannoverschen Volksbank: „Die neue Präsentation der Sammlung macht den Besuch des Silberkabinetts zum Erlebnis.“ „Unsere Förderung ist sehr gut angelegt“, ergänzt Gerd Zeppei, Niederlassungsleiter der Volksbank Celle.

Künftig erfahren Besucher nicht nur etwas über die Formen, Funktionen und Meister der Silberarbeiten, sondern erhalten darüber hinaus auch Einblicke in die handwerkliche Produktion. Dazu hat auch die Celler Goldschmiede Bade beigetragen, indem sie die Fertigungsstufen einer Silberschale sowie dazugehöriges Werkzeug zur Verfügung stellte.

Der Eröffnungstag am 3. Juni steht ganz im Zeichen des Silbers:  So können Besucher  in der Zeit von 11.00 – 16.00 Uhr ihre eigenen „Silberschätze“  ins Museum bringen, um diese von dem Kunstsachverständigen Klaus-Dieter Müller fachlich begutachten und  schätzen zu lassen. Müller arbeitet für Nachlassverwalter, internationale Auftraggeber, aber auch populäre Fernsehsendungen, das Sammlerjournal und anderes mehr.  Die beiden Kuratorinnen stehen als Ansprechpersonen an diesem Tag zur Verfügung und bieten darüber hinaus zwei Sonderführungen an:  Um 12.30 Uhr stellt Juliane Schmieglitz-Otten Glanzstücke aus der Celler Residenz vor – darunter die Huldigungspokale aus der Sammlung Yves Saint Laurent. Um 14.30 Uhr führt Stella Kohlstedt durch das neue Silberkabinett und stellt besondere Objekte vor.

Auch das weitere Vortragsprogramm des Residenzmuseum steht in diesem Jahr unter dem Oberthema „Silber“:  Am 25.09, 09.10 und 07.11 stellenden verschiedene Referenten im Rittersaal des Celler Schlosses  Silberschätze aus dem Grünen Gewölbe, der Celler Silberkammer und den Hildesheimer Silberfund vor.  Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.residenzmuseum.de sowie an der Museumskasse.

ZEIT:             So 03.06.2018 ab 10.00 Uhr

ORT:             Caroline-Mathilde-Räume im Celler Schloss, Schlossplatz 1, 29221 Celle

KOSTEN:    Es wird lediglich der Museumseintritt erhoben. Die Teilnahme an den Themenführungen sowie am Schätztag ist frei. 

Fotos: Fotostudio Loeper

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