Wietze: Polizei verhindert Blockade des Geflügelschlachthofes

Von Redaktion | am Mo., 08.07.2013 - 19:53

Die Polizei Celle verhinderte heute mit Unterstützungskräften eine Blockade des Geländes der "Celler Land Frischgeflügel" in Wietze. Eigene Aufklärungsergebnisse aus der vergangenen Woche führten zu der Erkenntnis, dass eine Aktion an dem Gelände unmittelbar bevorstand.

dsc_0176In den frühen Morgenstunden wurde eine Fahrzeugkolonne in Wietze gestoppt und kontrolliert. In den sechs Fahrzeugen, in denen mehr als 30 Personen aus der militanten Tierschützerszene unterwegs waren, fand die Polizei umfangreiches Blockadematerial, dass sichergestellt wurde. Den angetroffenen Personen wurden Platzverweise erteilt.

Die Aktivisten sprachen von insgesamt drei Hundertschaften der Polizei, die sie auf dem Weg zur Rothkötter-Geflügelschlachtfabrik in Wietze von 6 bis 10 Uhr festgehalten und durchsucht hatten. Dabei stellten sie Transparente und Blockademittel sicher.

Die Aktivisten hatten Transparente mit Aufschriften wie „Rothkötters Schlachtfabrik abschaffen – Tierausbeutung beenden“ und „Rothkötter macht mit: Zerstörung von Mensch, Tier und Natur im Akkord“ sowie Fässer und ein Dreibein (Tripod) zum Blockieren dabei. „Dieser Schlachthof macht fast allen das Leben schwer und das Sterben einfacher“, so Anna, eine der Aktivisten.

Die Aktivisten kritisieren, dass dem Einsatz massive Überwachungsmaßnahmen seitens der Polizeibehörden vorausgegangen wären. „Die Polizei zeigte mit ihrem Vorgehen, wie viel Aufwand es bedarf, um eine kleine Zahl motivierter Aktivisten von ihrem Vorhaben abzuhalten. Dies zeigt auch, wie viele Ressourcen in dieser Gesellschaft bereitgestellt werden, um einen Ausbeutungsbetrieb am Laufen zu halten“, so Arthur, einer der Beteiligten. So waren an diesem Morgen auch spezielle Einsatzfahrzeuge der Technikeinheit vor Ort.

Hintergrund der Aktion war unter anderem, dass in der Wietzer Fabrik zahlreiche Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen beschäftigt seien, um maschinengestützt massenhaft Hühner umzubringen und weiterzuverarbeiten. Diese würden unter entsetzlichen Bedingungen aufgezogen und mit gentechnisch manipuliertem Futter gemästet, für welches Menschen und Tiere aus ihren Lebensräumen vertrieben würden.
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