„Willkür, Unwissenheit oder Hoffnung?“ - Wählergemeinschaft zum Rettungswesen in Bergen

BERGEN. Die Wählergemeinschaft (WG) Bergen nimmt Stellung zur Diskussion um die Schließung der Rettungswache in Beckedorf und einen Neubau auf Gebiet der Gemeinde Südheide. Dass außerdem der Rettungsdienst Marquardt im Nordkreis nach einer Neuausschreibung durch die Johanniter abgelöst wird, stößt ebenfalls auf Unverständnis. In einer Pressemitteilung schreibt der erste Vorsitzende Günther Lange:

„Die Würfel sind gefallen, heißt es in einem Spiel. Hier geht es aber um böse Realität, die Berger Bürger betrifft. Die Diskusionen um einzelne Personen hat für die Wählergemeinschaft Bergen keinen Bezug, aber die Abwicklung und Handhabe des Kreistages in Sachen Rettungswesen lässt nur Kopfschütteln zu. Die Stadt Bergen hat über 13.000 Einwohner und die Anzahl der Neubürger wächst stetig. Mehrere Schulen, Sporthallen, und zahlreiche Kindergärten sorgen für viel Fuß.- und Radfahrverkehr. Die total überlastete Bundesstraße 3 durchzieht das Berger Gebiet von Becklingen bis Hassel und diese Fakten veranlassen den Landkreis, eine neue Planung im Rettungswesen zu gestalten?

Ist das nun Willkür, Unwissenheit oder Hoffnung? Sachverstand und Vernunft sicher nicht. Eine europaweite Ausschreibung ordnet man an um mit dem Gutachten eine Sicherheit zu haben. Braucht man diese, wenn man einen heimatlichen mittelständischen Betrieb hat, der über drei Jahrzehnte mit großem Engagement und Zuverlässigkeit seinen Dienst verrichtet hat? Zum jetzigen Zeitpunkt ein neues Gutachten erstellen zu lassen, wird nichts bringen. Die Verantwortlichen sind wohl nur mit realen schlimmen Ereignissen zu überzeugen, dass Bergen unbedingt ein Mehrzweckfahrzeug für den Rettungsdienst braucht. Haben die Ausschussmitglieder des Kreistages dank der europaweiten Ausschreibung ruhige Nächte? Wir Berger Bürger hoffen, dass nichts Schlimmes passiert, aber ruhig schlafen können wir nicht.“