SPANDAU/FASSBERG. Die Freundschaft zwischen Faßberg und Spandau ist aus Luftbrückenzeiten ererbt. Weil Vergangenheit ohne Zukunft nicht denkbar ist, wird nun auch vorausgedacht und zwar im Hinblick auf der Wetter. Die beiden Bürgermeister von Faßberg und Spandau, Frank Bröhl und Helmut Kleebank, präsentieren fortan gemeinsam mit Schäfermeister Carl Wilhelm Kuhlmann aus Faßberg-Niederohe und Schäfer Björn Hagge vom Spandauer Hahneberg die berühmte und in der Region liebgewordene Tradition der Winterschnuckenwette.

Beim Treffen auf dem Gatower Flugplatzfest am Sonnabend prognostizierten die Bürgermeister das Wetter für Sonntag, den 18. Februar 2018, für ihre jeweiligen Weidegebiete. Helmut Kleebank: „In Faßberg-Niederohe sind die Weidegebiete schneefrei, unsere Schafe auf dem Hahneberg aber stehen im Schnee“. Frank Bröhl hält dagegen: „Umgekehrt wird es sein. Die Heidschnucken Hermann und Heidi auf dem Spandauer Hahneberg haben schneefrei und in Faßberg-Niederohe stehen die Schnucken im Schnee.”

Damit die Aktion für Wettbegeisterte an beiden Standorten greifbar wird, werden ab Dezember 2017 Wettlose auch in Spandau verkauft. Am 18. Februar 2018 gibt es eine Videoschaltung zwischen Faßberg-Niederohe und Spandau-Hahneberg. Jurys an beiden Orten werden die Wettersituation beurteilen und die Gewinner ermitteln. Preise werden von Gewerbetreibenden gestiftet. Die Erlöse aus dem Losverkauf sollen in eine Schulfreundschaft fließen. So tun auch die Verlierer Gutes. Ziel ist eine Partnerschaft zwischen dem Hans-Carossa-Gymnasium Spandau und Schulen aus dem Kulturraum Oberes Örtzetal in Vorbereitung des 70. Luftbrückenjubiläums 2019: Die historische Luftbrücke, Luftbrücken der Gegenwart, technisch-mathematische Leistungshintergründe für Luftbrücken früher und heute, DC-3-Modellbausätze, virtuelle Projektplattformen, wechselseitige Besuche von SchülerInnen sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

 

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