CELLE. Die Region um Celle bietet gute Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Verantwortlich dafür ist die Verfügbarkeit von Wohnraum, Gewerbeflächen und einem vielfältigen Freizeitangebot. Diese Faktoren machen die Region zu einem attraktiven Wirtschaftsraum. So kann das Oberzentrum aufgrund seiner konjunkturellen Situation positiv in die Zukunft blicken.

Branchenschwerpunkte in der Region um Celle

Der bedeutendste Wirtschaftsfaktor in der Region ist der Tourismus. Dank der jährlich etwa zwei Millionen Tagesbesucher sowie der mehr als 275.000 Übernachtungen floriert diese Wirtschafts-Säule (Quelle: https://www.celle.de/Wirtschaft/Standortportr%C3%A4t). Davon profitieren insbesondere das Hotel- und Gastgewerbe sowie gästeorientierte Dienstleistungen. Ein weiteres wichtiges Standbein in Celle sind die mehr als 50 Unternehmen aus dem Bereich der Erdöl-, Erdgasindustrie sowie der Geothermie (Quelle: https://www.celle.de/Wirtschaft/Standortportr%C3%A4t). Celle ist folglich „Stadt der Energie“. Auch das Deutsche Zentrum für Tiefengeothermie hat seinen Sitz in der Stadt. Dabei handelt es sich um eine Abteilung des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie. Dank der Bohrmeisterschule Celle ist außerdem für qualifizierte Fachkräfte in diesem Bereich gesorgt. Jedoch setzt die Region nicht ausschließlich auf dieses Standbein. Im Gegenteil – die Wirtschaft in Celle ist vielfältig: Neben der Lebensmittelindustrie ist hier ebenfalls ein bekannter Flötenhersteller sowie die Firma Haacke ansässig, die Energiespar-Fertighäuser herstellt. Weitere Branchenschwerpunkte sind:

  • Maschinen- und Anlagebau
  • Windenergie
  • Gasmotoren
  • Gasanlagen
  • Intelligente Haustechnik

Damit die Konjunktur sich auch in Zukunft positiv entwickeln kann, sollte insbesondere die Digitalisierung im Fokus stehen. Diese wird derzeit massiv ausgebaut.  Dabei helfen moderne Kommunikations- sowie Informationstechniken Unternehmen, optimierter und effizienter zu arbeiten. Insbesondere Software wie  Lösungen zur Lohnabrechnung (z. B. Lohnprogramme von Lexware) oder zur Buchhaltung (z. B. Buchhaltungsprogramme von WISO) sorgen für mehr Effizienz und komprimieren verschiedene Prozessen.

Zahl der Arbeitslosen sinkt

Auch bezüglich der Arbeitslosenzahl lässt sich eine positive Entwicklung beobachten, wie die Statistik der Arbeitsagentur belegt (Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/BA-Gebietsstruktur/Niedersachsen-Bremen/Celle-Nav.html). So gab es im April 2017 in Celle insgesamt 11.066 Arbeitslose. Das entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 8,7. Im April 2018 lag die Zahl der Arbeitslosen insgesamt in Celle lediglich bei 9.991 Personen. Somit sank die Unterbeschäftigungsquote auf 8,1. Damit ist derzeit ein neues Rekordtief erreicht. Über die letzten Jahre hinweg lässt sich generell eine positive Entwicklung bezüglich der Arbeitslosenquote beobachten. Die Unterbeschäftigtenquote liegt zwar derzeit noch über dem bundesweiten Wert, jedoch klingt die Entwicklung in Celle für die Zukunft vielversprechend.

Fachkräfte werden benötigt

Wie in vielen anderen Regionen in Deutschland auch benötigt Celle dringend Fachkräfte, wie die Unternehmensumfrage zur Standortattraktivität der Wirtschaftsregion Celle belegt (Quelle: https://www.ihk-lueneburg.de/blob/lgihk24/produkte/Branchen-Informationen/zahlen_fakten/downloads/869846/91aa729ed7176341b3a8c9d003e4fda6/Umfrage-data.pdf). Die mittelständischen Unternehmen sind vor allem auf der Suche nach gut ausgebildeten Facharbeitern. Zudem werden im Bereich der Erdölzulieferindustrie dringend Akademiker benötigt. Deshalb herrscht in der Region Handlungsbedarf, da andernfalls aufgrund des demographischen Wandels der Engpass noch weiter verschärft wird. Sind dauerhaft nicht genügend Facharbeiter in der Region um Celle vorhanden, so werden strukturprägende Unternehmen gezwungen sein, der Wirtschaftsregion den Rücken zuzukehren. Um das zu verhindern, herrscht akuter Handlungsbedarf. Deshalb werden in der Umfrage der IHK Lüneburg-Wolfsburg zur Wirtschaftsregion Celle Handlungsempfehlungen an die Politik ausgesprochen. In diesen wird deutlich, dass insbesondere Willkommensdienstleistungen nötig sind, um Fachkräfte aus anderen Teilen Deutschlands oder aus dem Ausland in die Region zu locken. Zudem soll die Familienfreundlichkeit weiter ausgebaut werden und nach außen besser vermarktet werden. Nur so ist eine weitere positive Entwicklung möglich.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Albia Media GmbH

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