CELLE. Bereits zum 13. Mal lädt am kommenden Wochenende, 18. und 19. November, der DEHOGA-Kreisverband Celle zum „Wochenende des Restaurants“ in die Häuser seiner Mitglieder. Vom Candle-Light-Dinner bis zum gemütlichen Familientreffen im Dorfgasthof ist alles möglich. Die Wirte überweisen einen Teil des Umsatzes dieser besonderen Tage als Spende an das Onkologische Forum Celle. Schirmherr der Aktion ist wieder Landrat Klaus Wiswe.

Beteiligt sind diesmal 33 Betriebe im gesamten Kreisgebiet. Die Aktion erbrachte im letzten Jahr fast 7.000 €. „Das Geld brauchen wir dringender denn je“, bestätigt Fritz Gleiß, Sprecher des „Onkoforums“. „Rund neun Zehntel unserer Ausgaben müssen wir über private Spenden und Zuwendungen erwirtschaften.“

Das Onkoforum beschäftigt 17 Fachkräfte auf elf Vollzeitstellen. Es ist Träger der Krebsberatungsstelle und betreibt daneben einen Ambulanten Palliativdienst APD. Im Sommer des Jahres gründete der Verein einen Fachpflegedienst für onkologische und palliative Versorgung.

Seitdem ist es dem APD möglich, auch behandlungspflegerische Leistungen durchzuführen und diese mit den Krankenkassen abzurechnen. Davon erhofft man sich eine Entlastung der stets klammen Haushaltslage. Für die Betroffenen bedeutet es, dass hausärztlich verordnete Krankenpflege durch das Team des APDs übernommen werden und eine hohe Kontinuität in der Begleitung erreicht werden kann. Seit August ist dies nicht länger nur in der allgemeinen Palliativversorgung (AAPV) möglich, die das Onkoforum seit 2001 anbietet, sondern durch eine Kooperation mit der Stiftung Celler Netz nun auch wieder in der speziellen ambulanten Versorgung (SAPV). Diese Entwicklung entspricht dem Anspruch des Onkoforums auf eine ganzheitliche Begleitung und ermöglicht den Erkrankten bis zum Ende selbstbestimmtes Leben in ihrer häuslichen Umgebung.

Dafür beschäftigt der Verein neun in Palliativ-Care fortgebildete Krankenpflegefachkräfte. Doch auch, wenn nun ein kleiner Teil der Arbeit als Kassenleistungen abgerechnet werden kann, ist das Onkoforum weiterhin stark auf Spenden angewiesen. Nur so können die Fachkräfte den schwer Kranken und ihren Familien weiterhin all die Zeit und Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie benötigen, ohne auf Reglementierungen der Krankenkassen achten zu müssen. „Wir stopfen Löcher im sozialen Netz. Jeder kann schwer erkranken. In Celle und dem Landkreis versuchen wir zu verhindern, dass man damit allein umgehen muss. Am Ende des Lebens ist Zeit ein extrem wertvolles Gut“, so die neue Geschäftsführerin des Vereins, Liane von Hoff.

Krebsberatung, Familienbegleitung, Kinderunterstützung, palliative Versorgung
Neben dem Ambulanten Pallliativdienst betreibt das Onkologische Forum seit 1994 die ambulante Krebsberatungsstelle. Seit 2001 ist diese auch zuständig für Kinder mit an Krebs erkrankten Angehörigen, die bis dahin leicht aus dem Blick gerieten. Beratung und Begleitung sind für Ratsuchende, Erkrankte und Angehörige stets kostenlos. Jeden Mittwoch – auch zwischen Weihnachten und Neujahr – gibt es in der Fritzenwiese 117 in Celle von 14 bis 16 Uhr eine offene Sprechstunde, zu der man sich nicht anmelden muss. Andernfalls ist das Büro unter 05141/2196600 werktags von 9-12 Uhr erreichbar. Dank der enormen bürgerschaftlichen Unterstützung dieser Arbeit darf in Celle und dem Landkreis jeder Betroffene darauf hoffen, nach einer Krebsdiagnose nicht länger als maximal eine Woche warten zu müssen, um einen Gesprächstermin bei einer der Psychonkologinnen des Forums zu erhalten.

Spendenbedarf pro Jahr bei einer halben Million €
Erfolgreiche Fundraising-Aktionen wie zuletzt das Celler Entenrennen erlösen das Onkologische Forum Celle nicht aus der Not: Während der gemeinnützige Verein jährlich rund 1.000 schwer kranken Menschen und ihren Angehörigen in und um Celle zur Seite steht, darunter über 50 Familien mit etwa 100 Kindern – eine oft viele Monate anhaltende Begleitung –, wird weniger als ein Fünftel der Kosten durch öffentliche oder Kassenmittel gedeckt. Konkret fehlen bei Personalkosten von knapp 600.000 € jedes Jahr mehr als eine halbe Million Euro, auch, um die 24-stündige Rufbereitschaft aufrecht zu erhalten. Wesentlich zur Deckung der chronischen Finanzierungslücke tragen neben Vermächtnissen und Spenden wiederkehrende Aktionen wie das Wochenende des Restaurants des DEHOGA bei.

 

Teilnehmende Häuser 2017:

 

Celle

Restaurant Mediterrano

Ristorante Divino

Restaurant Taj Mahal Tandoori

Tiroler Stub’n

Eisermanns Veranstaltungs-Gastronomie

Trattoria & Taverna Palio

Thaers Wirtshaus

Restaurant San Marino

Postmeister von Hinüber

Schapers Hotel & Restaurant Celle

 

Garßen

Celler Golfrestaurant

 

Boye

Köllners Landhaus

 

Groß-Hehlen

Ringhotel Celler Tor

 

Bergener Raum:

Zum Becklinger Holz, Becklingen

Mexican Steakhouse & Hotel Desperados

Landhotel Helms

Restaurant Gradierwerk Sülze

Gasthaus Niedersachsen, Eversen

Zum Dorfkrug Eversen

 

Eicklingen

Schneiders Landhaus

 

Hambühren

Lüßmann‘s Hof

Hotel und Restaurant zur Heideblüte

 

Hermannsburg er Raum:

Café & Restaurant im Ludwig-Harms-Haus

Zur Alten Fuhrmannsschänke, Oldendorf

Kiek In Hotel Zum Wiesengrund

 

Langlingen-Nienhof

Gasthaus Duda

 

Wienhausen

Klosterwirt

Braugasthaus Mühlengrund

 

Wietze

Buskes Hotel & Restaurant

Heidjerstube

Unter den Linden, Jeversen

 

Winsen (Aller)

Gasthaus Allerblick

Hotel-Restaurant Stadt Bremen

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