"Wochenmarkt stört" - Celle braucht Platz für "Weihnachtsstadt"

Politik Von Peter Fehlhaber | am Do., 19.11.2020 - 17:28

CELLE. "Alle Jahre wieder" - die Sache mit dem Weihnachtsmarkt und dem Wochenmarkt und der Kommunikation. Dieses Jahr sollte er eigentlich coronamaßnahmenbedingt ausfallen, aber nun soll der Wochenmarkt erneut weichen, die Schuhstraße wird an Markttagen ganz gesperrt. Die Wochenmarkt-Beschicker wurden darüber in Kenntnis gesetzt. "Ok, wir stören und müssen einfach weg. Ist das die Botschaft?", fragt sich Wochenmarkt-Sprecher Rüdiger Korte.

Die Stadt schreibt: "In der 'Celler Weihnachtsstadt' präsentieren verschiedene Standbetreiber Kulinarik bis Kunsthandwerk in leuchtendem Ambiente.Die Stände werden dabei strategisch so verteilt, dass die Sicherheits- und Hygienevorschriften erfüllt werden können. Dazu braucht es Freiflächen wie die der Stechbahn, aber auch der Große und der Kleine Plan sowie die Zöllnerstraße werden in das Konzept einbezogen. Deshalb wird der Wochenmarkt von Sonnabend, 28. November, bis voraussichtlich Sonnabend, 2. Januar, in der Straße 'Markt' sowie in der Schuhstraße und auf dem Brandplatz stattfinden. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie können sich gegebenenfalls noch Änderungen ergeben.

Schuhstraße gesperrt

An Markttagen sind dann sowohl die Straße „Markt“ als auch die Schuhstraße in der Zeit von 4 bis 15 Uhr für den gesamten Verkehr, das heißt auch für Lieferfahrzeuge, gesperrt. Allein Rettungsfahrzeuge können passieren. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass dann in den genannten Straßen auch nicht geparkt werden kann. 

Keine Rücksicht auf Abstand der Wochenmarkt-Stände

Rüdiger Korte bedauert die Entscheidung: "Wir sind vor einer Weile grundsätzlich informiert worden. Da war noch von einem echten Weihnachtsmarkt die Rede. Dann haben wir eine ganze Weile gar nichts offizielles gehört. Es ist gut, wenn sich die Stände über die ganze Stadt verteilen und reichlich Abstand haben. Aber hätte man dem Wochenmarkt nicht etwas mehr Platz lassen können? Wir stehen stellenweise genauso dicht wie in anderen Jahren.

Coronaschutz auf dem Wochenmarkt wird schwieriger und das, wo wir doch sowieso schon in der Schusslinie stehen. Wir hoffen dennoch, dass alles was stattfindet, allen Menschen und Betrieben etwas bringt, die dieses Jahr reichlich gelitten haben."