BERLIN/CELLE. Bei anhaltender Hitze sorgen Verbraucherinnen und Verbraucher häufig mit Klimageräten für Abkühlung in den eigenen vier Wänden. Der BUND rät von einer solchen Anschaffung ab: „Auch Geräte mit hoher Effizienzklasse belasten den eigenen Geldbeutel und die Umwelt unnötig.“ Über zehn Jahre hinweg könnten durch Klimageräte zusätzliche Stromkosten in Höhe von bis zu 900 Euro entstehen, der kühlende Effekt vieler Geräte sei dabei gering. Bereits jetzt seien Klimaanlagen, Klimageräte und Ventilatoren zur Kühlung von Gebäuden für satte zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich, Tendenz steigend. „Die eingesetzten synthetischen Kältemittel heizen das Klima zusätzlich auf“, kritisiert der BUND.

Der Umweltverband gibt Tipps, wie man Wohnungen auch ohne neue Geräte kühl halten könne. „Am besten ist es, die Wohnung nur nachts und in am Morgen zu lüften. Tagsüber, wenn die Temperaturen steigen, sollte die Sonne möglichst nicht ungefiltert in die Zimmer scheinen. Fenster lassen sich mit lichtdichten Markisen, Vorhängen oder Rollläden verdunkeln. Zu beachten ist auch, dass sämtliche versteckte Wärmequellen ausgeschaltet werden. Dazu gehören alle ungenutzten Netzteile und Geräte im Standby-Betrieb. Auch hilft es, den eigenen Körper durch Duschen, Fußbäder oder Wickel abzukühlen. Das Wasser sollte dabei zwar kühl, aber nicht zu kalt sein. Besonders effektiv ist es, wenn das Wasser am Körper verdunsten kann, auf das Abtrocknen sollte man also verzichten. Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu heiß werden, ist am ehesten ein Ventilator zu empfehlen. Dieser verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Klimagerät.

Mit einer guten Gebäudedämmung und modernen Fenster mit Isolierverglasung sollten Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer langfristig für ein angenehmes Raumklima sorgen. Im Sommer wird Wärme abgeschirmt, im Winter bleibt es innen warm. Die Farbe der Außenwände spielt ebenfalls eine Rolle. Sehr dunkle Wände erhitzen sich unter starker Sonneneinstrahlung auf bis zu 70 Grad, während weiße Wände nur etwa fünf Grad wärmer werden. Günstig ist auch eine begrünte Fassade. Die Pflanzen verdunsten permanent Wasser, womit sie die Wände kühlen.“

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