BANNETZE. Am Freitagabend versammelten sich, nach Veranstalterangaben, rund 100 Menschen zum zweiten Mahnfeuer für „aktives Wolfsmanangement“ im Landkreis Celle. Kreislandwirt Jürgen Mente und Carl-Wilhelm Kuhlmann, Vorsitzender des Verbandes Lüneburger Heidschnuckenzüchter e. V. zeigten sich in ihren Ansprachen einig: „Es ist deutlich, dass die Politik ein offenes Ohr hat für die Probleme, die wir Tierhalter mit dem Wolf haben, aber es ist schon fünf nach zwölf. Wenn nicht bald auch gehandelt wird, statt nur zuzuhören, verlieren wir die offene Weidehaltung und die Schafhaltung in Niedersachsen. Die Pflege der Heide für den Tourismus wird dann ein großes Problem.“

Auch Bürgermeister Dirk Oelmann unterstrich, dass die Population und nicht einzelne „Problemwölfe“ ins Visier zu nehmen seien, damit sich die Menschen weiterhin frei und ohne Angst in Wald und Feld bewegen könnten. Der stellvertretende Landrat Thomas Adasch versicherte, die Politik stehe voll hinter den Zielen der Weidetierhalter und den besorgten Bürgern und er werde deren Forderung nach Hannover weitertragen.

Das Landvolk Celle, der Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter e. V. und die Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer hatten – nach einer ähnlichen Veranstaltung im vergangenen Herbst in Schmarbeck – zu einem zweiten Mahnfeuer aufgerufen, um ihre Forderungen nochmals öffentlich zu machen. Sie fordern die Einführung eines „echten, bundeseinheitlichen Wolfbestandsmanagements“, Überführung des Wolfes aus Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie, die sofortige Entnahme von auffälligen Wölfen, Beweislastumkehr bei Wolfsrissen – sie dürfe nicht nicht beim Geschädigten liegen – und eine zeitnahe Entschädigung zu 100 Prozent.

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