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Gesellschaft

Wolthausen und VI. Inspektion des Hubschrauberausbildungszentrums besiegeln Patenschaft

10.08.2018 - 09:22 Uhr     Monika Wille    0
Fotos: Peter Müller


WOLTHAUSEN. Alles war vorbereitet: der Grill angeheizt, die Getränke gekühlt, die Tische geschmückt. Eigentlich konnte es losgehen. Doch dann wurden bange Blicke gen Himmel gerichtet, düstere Wolken zogen auf und die ersten Tropfen fielen. Sturmböen und Blitz und Donner drohten der geplanten Unterzeichnung einer Patenschaftsurkunde zwischen Wolthausen und der  VI. Inspektion des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums ein schnelles Aus zu setzen. Aber, wer das befürchtet hatte, der kennt die Wolthäuser nicht. In Windeseile wurde die Veranstaltung nach innen verlegt.



„Es ist erstaunlich, wie viele Leute in unser kleines Dorfgemeinschaftshaus passen“, freute sich Ortsbürgermeister Christian Peters. Viele BürgerInnen und VertreterInnen der ortsansässigen Vereine waren seiner Einladung zur Begründung der Patenschaft mit der technischen Ausbildungseinheit der Bundeswehr, die derzeit in Faßberg stationiert ist, gefolgt. Oberstleutnant Olaf Gericke, Kommandeur der Einheit, freute sich seinerseits, dass diese Patenschaft zustande gekommen ist, bedurfte sie doch der Genehmigung von höchster Stelle, dem Divisionskommandeur. „Solche Patenschaften, sind immer im beiderseitigen Interesse, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde können immer auf uns zählen, wenn mal tatkräftige Unterstützung benötigt wird und für die Soldatinnen und Soldaten ist es eine Anerkennung für die Wahrnehmung ihres Dienstes für unser Land“, erläutert Gericke seine Motivation zu diesem Schritt. „Die Einheit wurde im Jahr 2015 gegründet. Sie hat ein Stammpersonal von 50 Soldatinnen und Soldaten und nimmt zu Ausbildungszwecken jeweils 50 weitere Personen auf, so dass sie in der Regel 100 Personen stark ist.“

„Die Patenschaft bedeutet die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht für Bürger, die geschworen haben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Die Patenschaft ist ein wertvolles Symbol für die gelebte Unterstützung, Zusammenarbeit und Anteilnahme an der Auftragserfüllung der Bundeswehr. Möge diese Patenschaft das gegenseitige Verständnis und die Anerkennung des Staatsbürgers in Uniform weiter fördern und eine lange, echte Freundschaft wachsen!“, lautet der Text der Urkunde, die von Ortsbürgermeistre Peters und Oberstleutnant Gericke am 09. August 2018 unterzeichnet wurde.

Kirchlichen Segen gab es von Militärseelsorger Burkhard Schmelz. „Bei Patenschaft, denken wir – zumindest in der Kirche – zuallererst an die Taufe. Der Pate trägt Verantwortung für den Täufling. In diesem Fall tragen beide Seiten gleichermaßen Verantwortung  füreinander. Aufeinander achten und miteinander leben, das ist hier die Aufgabe. Der Bitte, diese Patenschaftsbegründung zu segnen, bin ich gerne gefolgt, heißt es doch nicht umsonst, ‚an Gottes Segen ist alles gelegen‘.“

Die Partnerschaftsurkunde wird jetzt das Dorfgemeinschaftshaus in Wolthausen schmücken. Auch die VI. Inspektion des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums hat schon einen schönen Platz an der Wand in ihrem Gemeinschaftsraum ausgeguckt. Spieß André Opitz wird das der Einheit überreichte Ortsschild „eigenhändig“ vor der Halle 8 in Faßberg aufstellen und dafür Sorge tragen, dass auch die von der Gemeinde Wolthausen überreichte Plakette einen würdigen Platz findet.

„Dies kann heute Abend nur als Auftakt und Icebreak-Veranstaltung gesehen werden und macht Mut für kommende Begegnungen.“ Mit diesen Worten schloss Peters die Veranstaltung und lud die Anwesenden zum gemütlichen Teil des Abends ein. Das Unwetter war zwischenzeitlich weitergezogen und so stand dem fröhlichen Beisammensein nichts mehr im Wege.

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