HANNOVER. „Das Programm START begleitet ausgewählte Jugendliche mit Migrationserfahrung in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Ziel ist es, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ihrem Engagement für die Demokratie zu fördern“, teilt die START-Stiftung mit. Am 20. September fand die Aufnahmefeier mit zehn Jugendlichen aus Niedersachsen, darunter auch ein 14-Jähriger Hermannsburger, der aus Ägypten stammt, und neun Jugendlichen aus Bremen in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Hannover statt.

Das START-Programm geht auf eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung zurück. Die Hertie-Stiftung ist bis heute Hauptförderin des Programms. Mehr als 100 weitere Partner wie Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen stellen weitere Stipendien zur Verfügung. Das Land Niedersachsen unterstützt START mit der Bereitstellung von Personalstellen für die Landeskoordination.

Die START-Stiftung setzt sich eigenen Angaben zufolge für eine demokratische, vielfältige und inklusive Gesellschaft ein. „Junge Menschen mit Migrationserfahrung erwerben bei START die Kompetenzen, um sich dafür als aktive GestalterInnen und VerantwortungsträgerInnen einzubringen. Mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist START deutschlandweit tätig. Träger des Programms ist die START-Stiftung gGmbH, eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.“

„Das START-Stipendium gibt mir die Möglichkeit, andere Jugendliche zu treffen, die sich für ein gerechteres Land einsetzen wollen“, erläutert Inés Safwa Boutaoui ihre Motivation für die Teilnahme am START-Programm. Die 14-jährige Algerierin gehört zu den deutschlandweit 160 Jugendlichen, die dieses Jahr in das Programm aufgenommen wurden.

Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung, ergänzt: „START sucht außergewöhnliche junge Menschen, die den festen Glauben in sich tragen, die Welt ein bisschen besser machen zu können.“ Die eigene Migrationserfahrung sei dabei keine Bürde – im Gegenteil: „Die besondere Fähigkeit, Zusammenhänge aus mehr als einer kulturellen Perspektive betrachten zu können, ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Ziel des dreijährigen außerschulischen Förderprogramms sei die Vermittlung von Werten und Kompetenzen, die zur aktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft und Demokratie befähigten. Die Jugendlichen erführen, wie sie wirksam Verantwortung übernehmen können und selbst als Vorbilder für andere tätig werden.

Neben einer materiellen Förderung bietet START ein vielseitiges ideelles Programm. Es umfasst neben einem „Studium generale“ viele weitere Bildungsangebote, die sich nach den Neigungen und Interessen der Stipendiaten richten. Ein Demokratiekongress, bei dem die Schülerinnen und Schüler in Kontakt mit Führungskräften aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft kommen, rundet das anspruchsvolle Programm ab.

Weitere Informationen unter www.start-stiftung.de.

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