FASSBERG. „Es ist schön, Sie einen Teil Ihres beruflichen Weges begleitet und sie mit dem Team in unserer Ausbildungswerkstatt auf das Berufsleben vorbereitet zu haben“, so der Leiter der zuständigen Ausbildungsgruppe III der Abteilung Nord des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw), Oberstleutnant Michael Lüer, bei der Freisprechung von insgesamt 11 Auszubildenden. Die 10 Jungfacharbeiter und eine Jungfacharbeiterin des Jahrgangs 2014 hatten ihre Prüfung zum Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerktechnik um sechs Monate vorgezogen und erhielten nun in einem feierlichen Rahmen ihre Zeugnisse und Facharbeiterbriefe.

Im Beisein der Familien, Freunde und Bekannten der jungen Absolventen bedankte sich Oberstleutnant Lüer bei der Ausbildungswerkstatt für die professionelle Ausbildung und bei der Axel-Bruns-Schule Celle für die fundierte theoretische Wissensvermittlung. „Immer lauter wird der Ruf der Wirtschaft nach qualifiziertem Personal, da macht der Bereich der immer noch boomenden Luftfahrtindustrie keine Ausnahme. Gute Voraussetzungen für Sie, eine Anstellung zu finden und erfolgreich in das Berufsleben zu starten“, sagte Lüer. So hätten sieben der Freigesprochenen bereits den Fuß in der Tür für eine Anstellung in der Wirtschaft. Drei Absolventen haben sich für ein Studium entscheiden. „Umso mehr freut es mich, dass auch unter Ihnen den Weg zur Bundeswehr einschlägt“.

Auch der Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Bergen, Regierungsdirektor Olaf Lentzen, unterstrich in seinen Grußworten den Bedarf der Bundeswehr an qualifizierten Fachkräften und würde sich freuen, den einen oder anderen nach der Studienzeit wieder in Truppe zu sehen.

Firmen wollen Auftragsspitzen abdecken

Oberstudienrat Burkhard Hoffmann gratulierte namens der Axel-Bruns-Schule (BBS II Celle) und freute sich, dass acht Prüflinge aufgrund der sehr guten Leistungen eine Auszeichnung erhalten würden. Hoffmann betonte, dass in der Luftfahrtindustrie unter dem Stichwort ‚Industrie 4.0‘ vieles im Umbruch sei. „Firmen wollen bei Auftragsspitzen qualifiziertes Personal punktgenau rekrutieren und einsetzen. Diese sollen in immer stärkeren Maße von Zeitarbeitsfirmen bereitgestellt werden, die dafür sogenannte ‚Aviation Units‘ schaffen werden“, führte der Oberstudienrat aus und sagte weiter, dass die Vorbehalte gegen solche Arbeitsmodelle aufgrund der seit April geltenden gleichen Bezahlung für Stammpersonal und Zeitarbeiter mittlerweile unbegründet sei.

„Versuchen Sie also, den Einstieg über eine Zeitarbeitsfirma als Chance zu sehen, um langfristig in den Betrieben Fuß zu fassen“. Anschließend ergriff der Prüfungsvorsitzende der IHK (Industrie- und Handelskammer) Lüneburg-Wolfsburg, Dieter Beetzen, das Wort und sagte, dass der Aufwand von Ausbildungswerkstatt und Berufsschule sich gelohnt hätte. „Die elf neuen Fachkräfte sind auf der Grundlage der Prüfungsergebnisse für die anspruchsvollen Anforderungen des künftigen Berufslebens gut vorbereitet“, so Beetzen, der dann die Absolventen einzeln aufrief, um die Facharbeiterbriefe auszuhändigen. Zudem erhielten vier Absolventen den Europass-Mobilitätsnachweis, da sie im Rahmen des ‚Erasmus+ Programms‘ an einem mehrwöchigen Auslandspraktikum in Spanien beziehungsweise in Frankreich teilgenommen hatten. Als Prüfungsbester wurde Thomas Zocher mit einem Bestpreis ausgezeichnet.

Dank an das Ausbildungsteam

Zu guter Letzt ließ es sich die Vertreterin der Jung-Facharbeiter, Nina Ramachers, nicht nehmen, einige Worte an die Gäste zu richten. „Wir haben in den drei Jahren viel erleben dürfen und obwohl nicht alles Gold war was glänzte, können wir unter dem Strich sagen, dass es eine gute Zeit war. Einen besonderen Dank richtete Ramachers an die Ausbilder und hob insbesondere Karsten Lange hervor, der ihnen in der Anfangszeit nicht nur kräftig unter die Arme gegriffen, sondern auch die Rolle eines fürsorglichen Ziehvaters übernommen hatte. „Zum anderen gebührt besonderer Dank den Herren Frank Neumann, Maik Lemke und Volker Ripke, die wohl den wichtigsten Teil unserer Ausbildung gestalteten. Bei ihnen durften wir zum ersten Mal Triebwerksluft schnuppern“, betonte die 20-jährige abschließend, bevor die Veranstaltung in gelockerter Atmosphäre ausklang.

Oberstleutnant Michael Lüer (r.) und der Leiter der Ausbilungdwerkstatt Faßberg, Horst Schildhammer (l.) mit Jungfacharbeiter Thomas Zocher, der als Prüfungsbester mit einem Bestpreis ausgezeichnet wurde. Foto: Carsten König, TAusbZLw

Oberstleutnant Michael Lüer (r.) und der Leiter der Ausbilungdwerkstatt Faßberg, Horst Schildhammer (l.) mit Jungfacharbeiter Thomas Zocher, der als Prüfungsbester mit einem Bestpreis ausgezeichnet wurde.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Nina Ramachers bedankte sich beim Team der Ausbildungswerkstatt Faßberg. Foto: Carsten König, TAusbZLw

Nina Ramachers bedankte sich beim Team der Ausbildungswerkstatt Faßberg.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

 

 

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