HERMANNSBURG. Die Wiedersehensfreude war groß, als das französische Ehepaar Simone und Bruno Mezzavilla am vergangenen Montag ihre ehemaligen Gasttöchter Hannah, Bianca und Neele wiedersahen. In diesem Jahr fand der Gegenbesuch der französischen Freunde in Hermannsburg statt und klang mit einem Abschiedsabend auf dem Gelände des Heimatmuseums aus. „Wir haben den Kontakt zu Simone und Bruno das ganze Jahr aufrecht erhalten und möchten auch beim nächsten Mal wieder mitfahren“,berichtete Hannah Prilop begeistert.

Seit inzwischen 39 Jahren wird die Städtepartnerschaft Hermannsburg-Auterive aktiv gelebt. Stets sind die Gäste in privaten Familien untergebracht, was für einen hohen Grad an Vertrautheit und persönlichen Beziehungen sorgt. Es sind unzählige Freundschaften entstanden, die zum Teil schon seit Jahrzehnten bestehen und weit über das offizielle Austauschprogramm hinausreichen. Auch eine Gruppe Jugendlicher ist regelmäßig mit an Bord.

„Hier lebt der europäische Gedanke!“, freut sich Markus Nietzke, der Vorsitzende des Vereins zur Pflege internationaler Beziehungen e.V. in Hermannsburg. Denn wirklich verstehen könne man andere Menschen erst, wenn man sie kennenlerne, sich ihnen öffne und bereit sei, ihre Lebensart auf sich wirken zu lassen. Gerade in politisch instabilen Zeiten seien internationale Begegnungen deshalb wichtig.

Vier ereignisreiche Tage verbrachten die französischen Gäste in Hermannsburg. Sie besuchten die Filzfabrik, das Brauhaus und Breidings Garten in Soltau, Rheinmetall und das Albert-König-Museum in Unterlüß sowie die Baumkuchenfabrik in Salzwedel und verbrachten freie Zeit mit ihren Gastfamilien. Außerdem stand ein Stück innerdeutscher Geschichte im Grenzlandmuseum in Schnega auf dem Programm. Bei zünftig deutschem Abendessen mit Spanferkel und Sauerkraut, gesponsert von Marianne Mrasek, klang der Aufenthalt in Hermannsburg aus. Ehe sie sich auf den Rückflug in die Heimat begaben, besuchten die Franzosen aber noch für weitere zwei Tage die deutsche Hauptstadt.

Auch auf die Hermannsburger Gäste warten in Frankreich ein kulturelles Programm und herzliche Kontakte. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Hermannsburg-Auterive findet im nächsten Jahr sogar ein großes Fest in Auterive statt. Auch die italienische und die spanische Partnerstadt der südfranzösischen Gemeinde werden dabei sein. Geplant ist der nächste Besuch in Frankreich vom 3. bis zum 8. Juli 2019. Interessierte sind willkommen, sich dem Austauschprogramm anzuschließen.

 

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