CELLE. Die Zahl von 52 Zuhörern bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Vorwerk im Feuerwehrgerätehaus zeigte des Stadtteils, deutete daraufhin, dass ein bedeutendes Thema auf der Tagesordnung stand. Hauptthema des Abends war die eventuelle Zusammenlegung der Ortswehr Groß Hehlen mit dem 4. Zug (Vorwerk) der Hauptwache.

Ortsbürgermeisterin Iris Fiss (Unabhängige) betonte einleitend, dass es dem Ortsrat Vorwerk wichtig sei, eine offene und ehrliche Debatte über den Sachstand dieses Themas zu führen und die Kommunikation zwischen der Führung der Hauptwache, der Verwaltung, der Politik sowie den betroffenen Kameraden und Kameradinnen zu ermöglichen und zu fördern. Die Vorwerker Feuerwehr sei ein wichtiger Bestandteil des Ortsteils und aus diesem  nicht wegzudenken. Es werde Vorwerk oft viel zugemutet, aber gemeinsam wolle man die Probleme anpacken und nach möglichen Lösungen suchen. Deshalb sei es auch sinnvoll, nach Alternativen suchen und nicht dem Ortsteil einen so wichtigen Partner wie die Feuerwehr zu entziehen.

Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland stellte vertretend für den Ortsbrandmeister Bernd Müller die Situation aus Sicht der Feuerwehr Hauptwache da. Jörg-Gerd Schuster schilderte als Vertreter der Fachverwaltung die baulichen Mängel des Gerätehauses. Es entfachte sich eine rege Diskussion mit den Zuhörern. „Es gab unterm Strich viele Alternativvorschläge, baulicher sowie finanzieller Art, die man durchaus diskutieren sollte und die beiden Wehren, Groß Hehlen wie Vorwerk, die Möglichkeit geben könnten, eigenständig zu agieren“, bilanziert Ortsbürgermeisterin Iris Fiss. Sie rät beiden Wehren, mit der Führung der Hauptwache Celle Gespräche über diese Alternativen zu führen um dann mit Politik und Verwaltung eine Lösung zu finden, mit der alle leben können und die auch weiterhin die Sicherheit gewährleistet.



2 Antworten zu “Zusammenlegung von Feuerwehren Groß Hehlen und Vorwerk nicht alternativlos”

  1. Thomas Müller sagt:

    Es gibt immer und zu allem eine „Alternative“. Die Frage ist nur, wie sinnvoll soll die sein? Wenn das Geld wirklich fehlt, für einen Abriss und Neubau, dann macht es doch, wie bei der Hauptwache. Celle steht doch so auf diesem neoliberalen „Private-Public-Partnership“-Modellen und die komplette Hauptwache wurde doch auch privatwirtschaftlich Finanziert und ist jetzt in den Händen eines Immobilieninvestors, und nicht der Stadt Celle. Gleiches wäre doch auch für die Gerätehäuser in Groß Hehlen und Vorwerk möglich. Oder warum hier nicht? Doch zu teuer das Modell?
    Und übrigens: eine Feuerwehr-Auffahrt auf die geplante Ostumgehung in Höhe Vorwerk sollte wohl nun wirklich – auch nachträglich – kein sonderliches Problem darstellen.

    Fakt ist: eine „Zusammenlegung“ einer eigenständigen Groß Hehlener Wehr mit dem 4. Zug der Hauptwache wird kaum bei den Kameraden Gehör finden. Der Weg von Vorwerk nach Groß Hehlen zum geplanten Gerätehaus ist ebenfalls ziemlich lang. De Facto bedeutet das gedachte Modell eigentlich nichts weiter, als die Auflösung des 4. Zuges.

  2. Iris Fiss sagt:

    Und genau diese Auflösung des 4.Zuges wollen wir Vorwerker nicht. Es gibt Möglichkeiten auf dem Kasernengelände der Hohen Wende. Wenn der Bauhof schon dort gebaut werden soll, warum nicht auch ein Gerätehaus des 4.Zuges? Es gibt Mitglieder der Feuerwehr, die im Bauhof arbeiten und eingesetzt werden können. Synergieeffekt nennt man so etwas. Wenn das Gerätehaus in Groß Hehlen nur für die Groß Hehlener gebaut wird braucht man weniger Platz und ein kleineres Gerätehaus und man kann mehr Bauland zur Verfügung stellen und hat so zusätzliche Einnahmen, die man für das Gerätehaus auf der Hohen Wende für Vorwerk nutzen könnte. Alles eine Frage des Wollens!

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