HOHEGEISS/CELLE. Mit den Meistertiteln in den Altersklasse Blankbogen U12 (weiblich) und Blankbogen U14 (männlich) beendeten Laetitia und Julius Potempa vom VfL Westercelle die Landesmeisterschaften „3D“ des Niedersächsischen Bogensportverbandes (NBSV), die in diesem Jahr am 11. Juni in Hohegeiß (Harz) stattfanden.

Jungbogner 2Jungbogner

Das 3D-Schießen orientiert sich an der klassischen Jagd, wobei auf Schaumstofftiere geschossen wird, die in einem Waldparcours aufgestellt sind. Da die genauen Entfernungen den Schützen nicht bekannt sind, müssen sie sich nicht nur auf die wechselnden Gegebenheiten des Geländes und Lichtverhältnisse einstellen, sondern auch die Entfernungen zum Ziel abschätzen. Ein Schätzfehler von ca. 4 m bedeutet dann meist, dass der Pfeil das Ziel verfehlt.

Wie in den vergangenen Jahren wurden die beiden Wertungsrunden der Landesmeisterschaft an einem einzigen Wettkampftag ausgetragen. Dies bedeutete für die etwa 80 Bogenschützen, dass der ca. 7,5 km lange Rundkurs mit seinen 28 3D-Zielen insgesamt zweimal durchwandert werden musste. Die reine Wettkampfdauer lag mit über 8 Stunden deutlich über dem Üblichen. Entsprechend „platt“ waren die Sportschützen nach dem Wettkampf.

In ihrer Altersklasse, in der auf Entfernungen bis 25m geschossen wird, erzielte Laetitia Potempa mit 587 Punkten ein beeindruckendes Ergebnis. Die Waldrunde beendete sie mit 363 von 420 möglichen Punkten und auch in der Jagdrunde, bei der nur ein einziger Pfeil geschossen wird, konnte sie mit 224 Punkten glänzen. Lediglich drei Pfeile verfehlten ihr Ziel.

„Die Erwachsenen in meiner Schießgruppe waren ständig am Klagen, ich würde sie so richtig abzocken“, sagte Laetitia Potempa grinsend nach dem Wettkampf. „Aber ich glaube, das haben sie nur gesagt, damit ich nicht merke, wie müde und k.o ich war. Und wahrscheinlich brauche ich morgen ein Paar neue Füße.“

Die Aufgabe für ihren Bruder Julius war deutlich schwieriger, denn ab der Altersklasse U14 wird – wie auch bei den Erwachsenen – auf Ziele geschossen, die bis zu 50m entfernt sind. Auf dem Weg zum Meistertitel entbrannte ein anfangs spannender Zweikampf. Nach der Waldrunde hatte Julius Potempa mit 263 Punkten noch 16 Punkte Rückstand auf den zu diesem Zeitpunkt Führenden. In der Jagdrunde wendete sich dann aber das Blatt. Nach den ersten 14 Zielen hatte Julius Potempa den Rückstand in einen 14 Punkte-Vorsprung verwandelt, den er im weiteren Verlauf immer weiter ausbaute. Sein Gesamtergebnis von 433 Punkten bedeutete den Meistertitel.

„Die Jagdrunde ist wirklich gut gelaufen, aber mit der Wald-Runde bin ich nicht ganz zufrieden. Es hat etwas gedauert, bis ich im Wettkampf angekommen war. Und wenn die Konzentration nicht stimmt, fliegen die Pfeile eben nicht dahin, wohin ich sie hinhaben will.“, entgegnete Julius Potempa auf die Frage, wie er seine Leistung sehe.

Die erzielten Ergebnisse der beiden Schützen liegen deutlich über den Mindestanforderungen für die Deutschen Meisterschaften des DBSV, die am 13./14. August in Ballhausen(Bayern) ausgetragen werden, so dass die Geschwister optimistisch sind, sich für dieses Großevent zu qualifizieren.

 

 

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.