Zwei Museen im Landkreis Celle bewerben sich um Gütesiegel

Gesellschaft Von Redaktion | am Mi., 18.09.2019 - 15:05

HANNOVER. Gleich 17 Museen sind am Montag zur Auftaktveranstaltung für den 14. Jahrgang des Museumsgütesiegels Niedersachsen und Bremen nach Hannover in die Räume der Niedersächsischen Sparkassenstiftung gekommen. Sie alle möchten das begehrte Siegel für ihr Haus erlangen – und stellen sich hierfür den hohen Anforderungen der Zertifizierungsinitiative des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen. Sieben der Teilnehmer haben das Verfahren bereits einmal erfolgreich durchlaufen und bewerben sich nun zum zweiten Mal um das Gütesiegel, das nach sieben Jahren ausläuft. Mit dabei sind auch das Deutsche Erdölmuseum Wietze und der Museumshof Dat Groode Hus in Winsen/Aller. Beide Museen waren bereits einmal mit dem Gütesiegel ausgezeichnet, sie bewerben sich nun um die Erneuerung der Auszeichnung.

Unter den Bewerbern ist auch das Kranichhaus, Museum des Landes Hadeln. „Wir wissen, dass in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeit auf uns zukommt“, sagt Dr. Axel Behne, Leiter des Kranichhauses. „Als wir das erste Mal angetreten sind, um das Gütesiegel zu erhalten, hat uns das veranlasst, Mängel in der Magazinierung, d. h. beim Aufbewahren außerhalb der Ausstellung, abzustellen. Die Bewerbung um das Museumsgütesiegel hatte somit einen sehr praktischen Nutzen und so profitieren letzten Endes auch die Dinge, für die die Museen da sind, von dem aufwendigen Verfahren. Der freundliche „Blick von außen“ nützt; wir sind gespannt, was er uns dieses Mal vor Augen führt.“

Eine Selbstanalyse ist der Ausgangspunkt für alle Museen, die sich an der Zertifizierungsinitiative beteiligen. Ausgehend von der Größe ihres Hauses sowie den individuellen Ressourcen werden Arbeitsabläufe geprüft und Prozesse durchleuchtet. Daran anschließend erfolgt die Erarbeitung von Konzepten. Während des gesamten Zertifizierungsverfahrens stehen den Museen erfahrene Berater des Museumsverbandes unterstützend zur Seite. Besucherorientierung und die Schulung der Museen sind Schwerpunkte der Beratung. Auch haben die Museen die Möglichkeit, das umfangreiche Weiterbildungsprogramm des Verbandes in Anspruch zu nehmen.

Zudem soll nach Angaben des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen die Kommunikation innerhalb des Museumsteams gefördert, der Austausch mit anderen Museen angeregt werden. Darüber hinaus helfe das Gütesiegel, die Rolle in der Standortkommune zu reflektieren. Das Siegel kennzeichne herausragende Museen und könne bei der Vergabe von Fördermitteln entscheidende Vorteile verschaffen.

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung zeichnet der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen (MVNB) bereits seit 2006 Museen für die hohe Qualität ihrer Arbeit mit dem Museumsgütesiegel aus. 126 Auszeichnungen konnten seitdem bereits übergeben werden, darunter befinden sich 39 Museen, die die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal erhalten haben.

Der fünfzehnte Jahrgang 2021 wird im Rahmen der Jahrestagung des MVNB am 20. März 2020 im Emsland Moormuseum Geeste offiziell ausgelobt. Voranmeldungen von interessierten Museen werden jedoch schon ab sofort in der Geschäftsstelle des MVNB unter info@mvnb.de entgegengenommen. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2020. Weitere Auskünfte erteilt Anne-Katrin Race unter Tel. 0511-2144983 oder unter anne.race@mvnb.de