*Aktualisiert* Zwei tödliche Unfälle am Nachmittag

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Di., 23.06.2020 - 17:08

WIETZE/ESSEL. Heute Nachmittag gegen 15 Uhr ereignete sich auf der B 214 ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine junge Frau ums Leben kam. Wir meldeten in unserer App sowie den Facebook- und Twitter-Kanälen.

Ein 19-Jähriger fuhr von Ovelgönne in Richtung Wietze und geriet am Ende einer Rechtskurve mit seinem Hyundai auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit dem VW Golf einer entgegenkommenden 33-Jährigen zusammen. Der Golf kam im Seitengraben zum Stehen. Der Hyundai drehte sich um die eigene Achse und kam in Gegenrichtung zur ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen.

Durch den Aufprall wurde die Fahrerin des VW Golf im Auto eingeklemmt und so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Ihr ebenfalls im Auto befindliches Baby wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.Der Unfallverursacher wurde ebenso im Auto eingeklemmt, überlebte aber schwer verletzt. Für die Rettungsmaßnahmen und zur Unfallaufnahme ist die Bundesstraße weiterhin voll gesperrt (Stand 17:10 Uhr).

Nahezu zeitgleich kam es auf der L 190 gut 15 Kilometer entfernt bei Essel, Kreuzung nach Hannover, ebenfalls zu einem tödlichen Unfall. Dort kollidierte ein LKW mit einem Transporter. Der Transporterfahrer kam dabei ums Leben, der LKW-Fahrer kam schwerverletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Ausführliche Informationen folgen auf HEIDEKREISHEUTE.DE, sobald die Angehörigen informiert wurden. 

NACHTRAG FEUERWEHREINSATZBERICHT WIETZE:

Die Meldung, ergänzt mit dem Zusatz, dass es vier eingeklemmte Personen seien, erreichte die Feuerwehren Wietze und Wieckenberg am Nachmittag des 23.06.2020.

Auf der Bundesstraße 214 zwischen Wietze und Ovelgönne kam es zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW, in beiden Fahrzeugen waren Personen eingeklemmt. Die Erkundung ergab, dass ein auf der Fahrbahn stehender Hyundai Kleinwagen mit einem Volkswagen Kombi kollidiert war, welcher am Waldrand abseits der Fahrbahn zum Stehen gekommen war. In diesem Fahrzeug war eine tödlich verletzte Fahrerin eingeklemmt, ein Baby in einem Kindersitz auf der Rückbank wurde bereits durch Ersthelfer befreit und an den eintreffenden Rettungswagen übergeben. 

Der Fahrer des Kleinwagens war ebenfalls eingeklemmt und war während der Rettungsmaßnahmen ansprechbar. Da beide hydraulischen Rettungssätze bedingt durch die beiden Fahrzeuge gebunden waren, wurde die Ortsfeuerwehr Oldau (Gemeinde Hambühren) mit einem weiteren Rettungssatz als Redundanz hinzualarmiert. Der Fahrer des Kleinwagens wurde mittels Schere und Spreitzer aus dem Fahrzeug gerettet. Hierzu mussten die Türen auf der Fahrerseite sowie die B-Säule entfernt werden. Die Fahrerin des Kombi wurde ebenfalls unter Zuhilfenahme von Schere und Spreitzer aus dem Fahrzeug geborgen.

Da sich aufgrund dieser Einsatzlage früh erkennen ließ, dass dieses ein belastender Einsatz für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute werden würde, wurde frühzeitig ein Notfallseelsorger hinzugezogen. Im Nachgang zu dem schwierigen Einsatz konnten sich die Einsatzkräfte unter Moderation eines Pastors, der als Notfallseelsorger besonders geschult ist, in einem Gesprächskreis über das Geschehene austauschen. Dieses Verfahren wird grundsätzlich bei allen Einsätzen mit Personenschäden, insbesondere bei Einsätzen mit Todesfolge, angeboten und hat sich sehr bewährt.

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Wietze mit vier Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften. Zudem waren drei Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Wieckenberg sowie zwei der Ortsfeuerwehr Oldau am Einsatzort. Der Rettungsdienst des Landkreises Celle war mit vier Rettungsmitteln sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst Im Einsatz. Zusätzlich landeten zwei Rettungshubschrauber nahe der Unfallstelle auf der Bundesstraße. Es waren zudem mehrere Streifenwagen der Polizei vor Ort. Die B 214 war für mehrere Stunden voll gesperrt. 

Text: Torsten Beyersdorff,