BERNAU. Am 14. April starteten 206 Kämpfer aus 22 Vereinen beim 22. Internationalen Ju-Jutsu Turnier in Bernau bei Berlin. Traditionell starten bei dieser Veranstaltung nationale und internationale Spitzen-Ju- Jutsuka. Der VfL Westercelle nutzte dieses Turnier, wie jedes Jahr, als Vorbereitung für die kommenden Norddeutschen Meisterschaften Ende April und zum Testen des Nachwuchses. Sokonnte sich Isha Njingo in der Klasse U10 +45 kg den ersten Platz sichern. Justin Gramlich erkämpfte sich in der Altersklasse U12 bis 28 kg die Silbermedaille. Auch Kristin Raddatz konnte überzeugen. In ihrem ersten Jahr in der U15 bis 48 kg musste sie sich im Finale nur der aktuellen Deutschen Meisterin geschlagen geben.

Simon Laukart startete in der U15 bis 45 kg. In seinem ersten Kampf ließ er allerdings den nötigen Biss vermissen und verlor. Nach entsprechenden Anweisungen des Trainers konnte Simon dann in der Trostrunde zwei Kämpfe für sich entscheiden. Im Kampf um Bronze musste er sich erneut geschlagen geben und belegte am Ende Platz fünf. In der Klasse bis 50 kg konnte Yanic Fuchs ebenfalls nicht zu seiner üblichen Form finden. Er verlor seine Kämpfe in der Haupt- und Trostrunde und belegte den 12. Platz.

Wegen zu wenigen Gegnerinnen in ihrer normalen Gewichtsklasse, musste Melissa Chevalier eine Klasse höher, bis 57 kg, antreten. Im ersten Kampf tat sie sich zu Beginn etwas schwer, gewann dann aber zunehmend die Oberhand und
setzte sich mit Full Ippon (volle Wertungen in den Parts Atemi, Wurf und Boden) durch. Den zweiten Kampf gestaltete Melissa sehr souverän, spielte ihre Stärken aus und gewann ebenfalls mit Full Ippon. Im Finale traf sie auf eine dänische Ju-Jutsuka. Dieser Kampf blieb bis zum Ende spannend. Mehrmals wechselte die Führung. Keine der Beiden konnte sich entscheidend mit Punkten absetzen. Nach Ablauf der Kampfzeit stand es 11:11. Dennoch hatte die Dänin
das Duell gewonnen, da sie einen Ippon mehr erzielen konnte. In der selben Klasse sollte auch Marleen Krüger an den Start gehen, sie verletzte sich leider beim Aufwärmen und konnte nicht mehr teilnehmen.

In der Klasse U18 bis 60 kg startete Simon Fukas, amtierender Deutscher Meister. Seinen ersten Kampf, gegen einen eher unerfahrenen Gegner, beendete Simon kontrolliert und souverän nach 33 Sekunden mit Full Ippon. Der zweite Kampf gestaltete sich schon schwieriger. Gegen einen unbequemen und sehr agilen Ju-Jutsuka aus Zeitz, musste er taktisch sehr diszipliniert vorgehen, konnte sich aber auch hier mit Full Ippon durchsetzen. Im letzten und entscheidenden Kampf um Platz eins, traf er auf einen bekannten Gegner aus Schönebeck. Obwohl der Kämpfer über eine größere Reichweite verfügte, konnte Simon mit Schnelligkeit und taktischem Geschick sich schnell Vorteile erkämpfen und siegte erneut vorzeitig.

Mit zwei Goldmedaillen und drei Silbermedaillen belegte der VfL in der Vereinswertung den elften Platz. Simon Fukas
wurde zudem als bester Techniker ausgezeichnet. „Dieses Turnier ist eine der wenigen Möglichkeiten, gegen potentielle ostdeutsche Gegner vor der Deutschen Meisterschaft zu kämpfen. Zusätzlich haben unsere Kämpfer/innen bestimmte taktische Vorgaben, die wir trainiert haben und die sie hier umsetzen sollten.“, erläutert Trainer Alexey Volf. „Die Erfahrungen, die unsere Ju-Jutsuka und auch wir Trainer bei diesem hochwertigen Turnier sammeln, sind mit Training nicht aufzuwiegen.“, ergänzt Trainer Karsten Sell.

Isha Njingo (blau)

Kristin Raddatz (blau)

Melissa Chevalier, oben

Simon Laukart (rot)

Text: Karsten Sell

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.