CELLE. Zu einer Auftaktveranstaltung des Modellprojektes „Systemisch-interkulturelle Prävention“ (SIP) hatte heute die CD-Kaserne als Zentrum für SIP gemeinsam mit der Stadt Celle die Leitungen der am Projekt teilnehmenden Kindertagesstätten (Kitas) in das Jugend- und Sozialamt der Stadt eingeladen.

Als Modellprojekt des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Programms „Demokratie leben!“ arbeitet und forscht das Team des SIP-Zentrums seit 2016 an wirksamen Strategien, Haltungen und Handhabungen für pädagogische Fachkräfte, damit diese die durch die zunehmende Migration entstehenden Herausforderungen im Arbeitsalltag erfolgreich bewältigen können.

Sechs Kitas aus dem Celler Stadtgebiet und dem Landkreis (Kita Gertrud-Kock-Haus, Kita Löwenzahn, Kita Neustädter Holz, Katholische Kita, Kita Neuer Weg, Bergen, und Kita Osterberg, Eschede) haben sich bereit erklärt, als Modellkindertagesstätten an der nun beginnenden zweiten Phase des Projekts teilzunehmen. Über mehr als ein Jahr lang werden sie vom SIP-Team befragt und bei ihrer Arbeit mit den Kindern begleitet. Heute wurde ihnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde eine Modell-Plakette überreicht und ein kurzer Abriss darüber gegeben, was sie in den kommenden Monaten erwartet.

Susanne McDowell, Kulturdezernentin und kommissarische Leiterin Jugend, Bildung, Soziales und Integration der Stadt Celle, dankte den Kitas für ihre Teilnahme. „Ich gehe davon aus, dass Sie in erheblichem Maße davon profitieren werden“, prognostizierte die Kulturdezernentin. Projektreferent Gerd Janke stellte klar, dass man die Kitas keineswegs komplett verändern wolle: „Die Kindertagesstätten haben bereits viel geschafft. Alles was da ist, ist schon super. Die Eigenmotivation soll sein, sich auf eine Reise einzulassen – wir sind die Reisebegleiter“, so Janke.

Ilona Janke, zuständig für die pädagogische Koordination des Projekts, erläuterte, dass man zunächst neben Gesprächen mit den Leitungsteams mit Fragebögen starten wolle, die von den Kitas ausgefüllt werden sollen. Zudem werde in jeder Einrichtung ein Steuerungsteam von fünf bis sieben Personen gebildet werden. Anfang 2018 solle es dann richtig losgehen. „Jede Kita wird mit eineinhalb Fortbildungstagen starten, dann geht es sehr individuell weiter“, kündigte die pädagogische Koordinatorin an.

Bevor McDowell allen Leitungen die Plaketten mit der Aufschrift „Wir machen mit – SIP-Modell-Kita“, aushändigte, wurde noch einmal auf die am 25. Oktober 2017 in der CD-Kaserne stattfindende 2. SIP-Fachtagung „Reise zu den Murmeltieren“ hingewiesen. Kita-Fachkräften und anderen Interessierten aus dem pädagogischen Bereich werden hier vielfältige Impulsvorträge und Workshops zu praxisnahen und hilfreichen, systemischen Methoden für den Arbeitsalltag geboten.

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