Blick in Celles Fahrradzukunft

Verkehr Von Anke Schlicht | am Sa., 14.11.2020 - 10:52

CELLE. Eine Idee, wie die zukünftige Fahrradstadt Celle einmal aussehen könnte, wurde den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, technische Dienste und Verkehr in der jüngsten Sitzung vermittelt. Thiemo Graf vom Institut für innovative Städte (i.n.s.) stellte einen Zwischenstand des Fahrradaktionsplanes, den die Stadt vor einem Jahr in Auftrag gegeben hat, vor.

Ein Ergebnis der erfolgten Bestandsaufnahme: „Celle hat einen hohen Bestand an Radverkehrsanlagen, aber die Hälfte entspricht nicht mehr dem Stand der Technik, ein Großteil ist zu schmal“, sagte Graf. Fahrräder würden zunehmend breiter, länger und zunehmend schneller. Vor 20 oder 30 Jahren war ein Überholvorgang beim Radfahren kein Thema, heute ist dieses durchaus relevant. „Keine Radverkehrsroute entspricht durchgängig dem aktuellen Standard“, berichtete der Experte. Eine Instandsetzung sei teuer und langwierig. Anhand einiger Musterrouten wie der Verbindung vom Bahnhof in die Altstadt entlang der Trift oder von der City nach Altenhagen zeigte er auf, wie sich ein Radwegenetz der Zukunft in das Stadtbild einfügen würde.

Juliane Schrader von den Grünen wies auf die „Gefahr des Stückwerkes“ sowie den Wunsch der Bürgerbeteiligung hin.

Die Umsetzung des Fahrradaktionsplanes erfolgt mit einem Zeithorizont von fünf Jahren. „Wir erarbeiten auf der Basis der Vorschläge von i.n.s. einen Maßnahmenkatalog und stellen diesen dann dem Ausschuss vor“, zeigte Stadtbaurat Ulrich Kinder das weitere Prozedere auf. Hilfreich für die Gestaltung von Celles Fahrradzukunft könnten die vom Bund aufgelegten Förderprogramme sein, die die Länder überführen in eigene Konzepte. Die Förderquote liegt laut Thiemo Graf bei derartigen Projekten bei 75 Prozent.

Für alle Interessierten ist die Kurzversion des Zwischenberichtes von i.n.s. abzurufen von der Website des Neuen Rathauses (Dezernat III Bauen und Umwelt, Fachdienst Verkehr).